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Ratgeber

E-Kettenzüge machen es Ihnen leicht
Unsere Elektrokettenzüge der Traditionsmarke Star Liftket ermöglichen zuverlässiges, bedienungsfreundliches Arbeiten. Sie sind wartungsarm und robust. Zum Nutzen unserer Kunden pflegen wir eine Jahrzehntelange erfolgreiche Verbundenheit mit dem Hersteller.


Die richtige Entscheidung

Bevor sie sich für eines der verschiedenen Modelle entscheiden, sollten sie sich Gedanken um den Einsatz des Kettenzuges machen. Immerhin hat er eine theoretische Lebensdauer von 10 Jahren (Die gelegentlich auch weit überschritten werden, wie wir bei unseren Prüfungen feststellten).
Es lohnt also, möglichst konkret den Geräteeinsatz zu planen. Folgende grundlegende Aspekte sollten Sie berücksichtigen:
Welche Traglast und welche Hubhöhe sind zu bewältigen? Wie schnell und präzise soll die Hubbewegung sein? Wo und wie kann der Kettenzug angehängt werden bzw. welche Aufhängung eignet sich für den geplanten Einsatz? Für die stationäre oder temporäre Anwendung reichen Ösen- und Hakenaufhängung aus. Sind belastbare Träger vorhanden oder nachrüstbar, kann der Kettenzug stattdessen mit einem Fahrwerk kombiniert werden. So lässt sich die Last nicht nur anheben, sondern auch transportieren. Das spart Zeit. Jeder elektrische Kettenzug läßt sich sowohl mit einem mechanischen als auch mit einem elektrischen Fahrwerk ausrüsten.


Gelegentlich oder für länger?

Wie oft und wie lange wird der Kettenzug im Einsatz sein? Daraus ergibt sich die Einschaltdauer und die Anzahl der Schaltungen pro Stunde und daraus wiederum die passende Tiebwerksgruppe. Es macht also einen Unterschied, ob das Gerät regelmäßig nur einmal pro Tag oder pro Woche genutzt wird, oder im Dauereinsatz ist. Sind besonders lange Hubhöhen zu überwinden, ist das nicht nur ein weiteres Auswahlkriterium für die Tiebwerksgruppe. In diesem Fall ist zudem das zusätzliche Kettengewicht für die Tragfähigkeit zu berücksichtigen.


Einfach aber sicher bedienen

Star Liftket Kettenzüge sind mit einem patentierten Sicherheits-Brems-Kupplungssystem ausgestattet. Der Hubmotor wird standardmäßig mittels Hängetaster über Direkt- oder Schützsteuerung bedient. Wobei die Direktsteuerung zwar die preisgünstigere ist, die Schützsteuerung mit 24V Steuerspannung ist jedoch Voraussetzung für Zusatzfunktionen.
Zusatzfunktionen sind z.B. der Temparaturwächter zum Schutz des Kettenzuges vor Überlastung oder der elektrische Endschalter für Heben und Senken, womit sowohl Kettenzug als auch das angehobene Material geschont wird. Das montagefreundliche Baukastensystem der elektrischen Kettenzüge ermöglicht außerdem einen problemlosen Umbau von einem einsträngigen Gerät auf zwei Kettenstränge und umgekehrt. So lässt sich ein vorhandener Kettenzug bei veränderten Einsatzbedingungen auf- bzw. ablasten.
Alle Liftket-Kettenzüge werden mit Kettenspeicher wahlweise aus Plastik oder Textil ausgeliefert und dürfen auch nicht ohne diese eingesetzt werden. Zudem bieten wir auch E-Kettenzüge für Bühnentechnik mit besonderer Sicherheitsausstattung an.


Zu guter Letzt

Der Einsatz elektrischer Kettenzüge erleichtert das Heben schwerer Lasten erheblich. Gleichzeitig sollte jeder Bediener die Sicherheit für Personen und Ware im Blick haben. Die zugehörige Bedienungsanleitung gibt für jedes Gerät wichtige Hinweise. Die Bandbreite an Modellen und Ausstattungen ist vielfältig und von individuellen Gegebenheiten abhängig.
Zögern Sie deshalb nicht, uns Ihren Einsatzfall zu schildern, damit wir Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen können.
Richtig sicher Anschlagen
Eine Last mit einem Kran sicher anzuheben und zu transportieren verlangt gute Vorbereitung und Sachverstand. Als Verbindung zwischen Last und Hebezeug werden häufig Anschlagketten verwendet, oft auch in Kombination mit textilen Anschlagmitteln oder Stahlseilen. Der Anschläger muss unter anderem Masse und Schwerpunkt des Transportgutes kennen.
Entsprechend wählt er die Anschlagkette aus. Auswahlkriterien sind die Tragfähigkeit, die äußeren Abmessungen, die Art der Endbeschläge, sowie die Anzahl der Kettenstränge (1 bis 4 Kettenstränge sind möglich). Die Tragfähigkeit ergibt sich aus der Kettenstärke und der Güteklasse. Sie sollte an jeder Kette auf dem Tragfähigkeitsanhänger lesbar eingeschlagen sein.
Abgesehen von konstanten, regelmäßigen Hebevorgängen z.B. in Produktionshallen ist jedes Heben und Transportieren individuell.


1.Fall (ganz einfach, nur leider sehr selten)

Eine Last ist anzuheben. Ihr Schwerpunkt befindet sich in ihrem Mittelpunkt. Im Idealfall befindet sich zentriert darüber ein Anschlagpunkt. Dann genügt eine einsträngige Kette mit Aufhängering und Lasthaken mit Sicherung. Einfach den Aufhängering in den Kranhaken einhängen und den Anschlagpunkt mit dem Lasthaken verbinden, Sicherung einrasten und senkrecht nach oben heben. Bitte nicht schräg heben. Das ist nicht erlaubt und könnte die Kette überlasten. Zudem würde eine unnötige Unfallgefahr provoziert werden.


2.Fall (Achtung Anschlagwinkel)

Eine Last mit 2 symmetrischen Anschlagpunkten soll gehoben werden. Es wird eine 2-Strang Anschlagkette verwendet. Damit ist der Schwerpunkt beim Heben wieder mittig. Die beiden Kettenstränge bilden jeweils einen Winkel zu einer gedachten senkrechten Linie. Dieser Neigungswinkel ß ist wesentlich für die Tragfähigkeit des Kettengehänges.
Leider ist es keineswegs so, dass sich die Tragfähigkeit einer 1-strang Kette in der 2-strang-Kette gleicher Stärke verdoppelt. Die Größe des Winkels ist entscheidend für die Tragfähigkeit des Kettengehänges. Drei Größenbereiche sind zu beachten. Für ß gleich 0° bis 45° gilt der Faktor 1,4 d.h. die Tragfähigkeit eines einzelnen Kettenstranges mit 1,4 multipliziert ergibt dann die Masse, die das 2-strang-Gehänge heben darf. Wenn ß zwischen 45° und 60° beträgt, ist der Faktor gleich 1.
Das bedeutet die Tragfähigkeit ist nicht größer als beim Einzelstrang. Der Einsatz von Kettengehängen mit ß>60° ist sogar verboten. Um solche unzulässigen Winkel von vornherein auszuschließen, ist es gut, im Vorfeld die Maße des Hebegutes in Erfahrung zu bringen. So wird vorbereitend geklärt, wie lang die Kette sein muss, um den Anschlagwinkel möglichst im günstigen Bereich von 0° bis 45° mit der entsprechenden Tragfähigkeit zu erhalten. Sollte der Einsatz längerer Ketten wegen zu geringer Raumhöhe nicht möglich sein, kann eine Traverse Abhilfe schaffen.


3.Fall

Die Last hat drei Anschlagpunkte. Sie kann daher mit einem Drei-oder Vier-stranggehänge gehoben werden. Damit der vierte Strang nicht lose pendelt wird er sicherheitshalber mit dem Lasthaken in den Aufhängering eingehängt. Für die Tragfähigkeiten sind bei drei- und viersträngigem Einsatz folgende Berechnungsfaktoren gültig.
Für ß gleich 0° bis 45° gilt der Faktor 2,1 und falls ß zwischen 45° und 60° liegt beträgt er 1,5 bezogen auf die Tragfähigkeit des Einzelstranges.


4.Fall

Ein Vierstrang- Kettengehänge wird eingesetzt, um eine Last zu heben. Falls der Schwerpunkt nicht mittig liegt, ist ein Ausgleich über die Länge der einzelnen Kettenstränge nötig. Kettengehänge mit Verkürzer an jedem Kettenstrang sind eine mögliche Lösung. Für häufig wiederkehrende gleichartige Hebevorgänge konfektionieren wir die Länge der Stränge nach Bedarf.


Zur Sicherheit prüfen

Tragfähigkeitstabellen für Kettengehänge der Güteklassen 8 und 10 inkl. möglicher Anschlagsvarianten finden sie in unserem Shop und im Katalog. Da in der Praxis regelmäßig unsymmetrische Lasten zu bewegen sind, empfehlen wir Kettenstränge mit Verkürzern. So kann die Last mit dem Schwerpunkt unter dem Aufhängepunkt des Hebezeuges positioniert werden. Eine Last unsymmetrisch anzuheben hätte zur Folge, dass die Tragfähigkeit der Kette um die Hälfte zu reduzieren wäre.

Alle Anschlagketten müssen mit Tragfähigkeitsanhänger und Prüfplakette versehen sein. Neben der Sichtprüfung vor jedem Einsatz, sind je nach Einsatzhäufigkeit Prüfungen durch Fachpersonal gesetzlich vorgeschrieben.
Zur Rückverfolgbarkeit sind alle von uns gefertigten Ketten fortlaufend nummeriert und in der Kettenkartei archiviert.
Ihre Fragen zu Anschlagketten beantworten wir gern.
Anschlagpunkte
Wofür werden sie gebraucht?

Sie werden überall genutzt, wo Lasten bewegt oder an der Bewegung gehindert werden. Sollen Lasten bewegt, also angehoben, herabgelassen oder verschoben werden, bieten sich Anschlagpunkte beispielsweise als Aufhängepunkt für mechanische und elektrische Hebezeuge an. Werden Lasten transportiert, geht es darum, Bewegungen innerhalb des Transportmittels zu verhindern. Im breiten Spektrum der Ladungssicherung bilden Anschlagpunkte einen elementaren Bestandteil. Sie nehmen Spannelemente, wie z.B. Zurrgurte oder Ratschenspanner auf.
Ihre Dimensionierung ergibt sich aus den erwartungsgemäß wirkenden Kräften inklusive Sicherheitspuffer. Jedes Transportfahrzeug, außer für Schüttgut, braucht im Laderaum Anschlagpunkte, die eine so große Last aufnehmen können, wie sie der Ladekapazität entspricht. Nicht zu vernachlässigen ist auch die besondere Bedeutung, welche Anschlagpunkten bei der Sicherung von Personen gegen Absturz zukommt.


Die Befestigung

Die Anforderungen an den Einsatz von Anschlagpunkten sind individuell unterschiedlich. Entsprechend steht eine Vielfalt an Modellen zur Auswahl, die kontinuierlich weiter entwickelt und für spezielle Anforderungen angepasst wird. Neben der ausreichenden Tragfähigkeit und den passenden Maßen eines Anschlagpunktes, spielt die Art der Befestigung von Anschlagpunkten eine Rolle. Im Wesentlichen werden Anschlagpunkte angeschweißt oder fest verschraubt.
Ein Entscheidungskriterium ist die Beschaffenheit der Fläche, auf welcher der Anschlagpunkt befestigt werden soll. In jedem Fall muss der Untergrund so beschaffen sein, dass er dieselben Kräfte aufnehmen kann, wie der Anschlagpunkt selbst. Anschlagpunkte zum Anschweißen werden gemäß geltender Vorschriften oder Schweißanleitung angebracht. Schraubbare Anschlagpunkte lassen sich durch variable Schraubenlänge für jeweilige Bedingungen anpassen.


Die Funktion

Für einsträngige Anwendungen sind Ringschrauben oder Ringmuttern mit der notwendigen Tragfähigkeit als Anschlagpunkte einsetzbar. Sie gelten als starre Anschlagpunkte, da sie nach der Montage nicht mehr drehbar sind. Etwas flexibler sind Anschlagpunkte zum Anschweißen, da deren Öse um 180° schwenkbar ist. Häufig ist es erforderlich, dass der Anschlagpunkt auch die Bewegung des Hebe- oder Zurrmittels unterstützt. Dafür stehen um 180° schwenkbare und rundum drehbare Anschlagpunkte zur Auswahl. Wichtig bei drehbaren Anschlagpunkten zu wissen: Man unterscheidet zwischen den Bezeichnungen drehbar und drehbar unter Last.

Drehbar heißt, dass nach der Montage eine Ausrichtung im unbelasteten Zustand in Lastrichtung möglich ist. Das stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber starren Anschlagpunkten dar. Fehlbelastungen werden vermieden und damit die Sicherheit erhöht. Der Anschläger muss in diesem Fall dringend darauf achten, den Anschlagpunkt bereits vor der Belastung in Lastrichtung auszurichten. Ein Drehen unter Last könnte den Anschlagpunkt oder auch die Last beschädigen. Die Sicherheit ist dann nicht mehr gewährleistet. Solche Anschlagpunkte sind z. B. geeignet für das Heben einer Last mit einem Vierstranggehänge.

Drehbar unter Last kann mehr. Diese Anschlagpunkte richten sich automatisch unter Last in Lastrichtung aus. Das ist eine klare Qualitätssteigerung. Die Sicherheit für den Anwender und die Ware steigt. Gleichzeitig beschleunigt sich die Tätigkeit des Anschlagens, weil keine Zeit für das Ausrichten aufgewendet werden muss. Es kann zu keiner Fehlbelastung mehr kommen. Diese Anschlagpunkte sind ebenso um 360° drehbar und die Öse um 180° schwenkbar. So sind sie nicht nur für mehrsträngige Anschläge, sondern auch speziell für Dreh- und Wendevorgänge geeignet.


Die Belastbarkeit

Die auf jedem Anschlagpunkt angegebene Tragfähigkeit bezieht sich stets auf den geraden Zug, das heißt, auf einen Winkel von 0°. Für andere Belastungswinkel gelten die jeweils mitgelieferten Belastungstabellen. Alle Anschlagpunkte sind, ebenso wie jedes Hebe- und Zurrmittel, regelmäßig mindestens einmal jährlich von einer befähigten Person zu prüfen.
Ladungssicherung
Die Erwartung

So lieben wir es: Wir planen eine Aktion und alles, was wir brauchen, wird schnell im Netz bestellt. Natürlich erwarten wir die Dinge am besten gestern, möglichst nachhaltig verpackt aber vor allem funktionstüchtig und unbeschädigt.


Die Akteure

Damit das klappt, ist nicht nur die Logistik gefordert, sondern ganz praktisch jede am Transport beteiligte Person. Im Focus stehen Fahrer und Zusteller als Kontakt zum Empfänger. Für den Empfänger unsichtbar, aber in ihrer Bedeutung existentiell sind ebenso alle weiteren am Ladevorgang beteiligten Personen. In der Verantwortung stehen Versender, Verlader, Fahrer sowie der Fahrzeughalter. Sie sind an gesetzliche Vorschriften für den sicheren Transport inklusive der Sicherung der Ladung gebunden. Grundlage der Ladungssicherung sind physikalische Gesetze. Jeder bekommt die Wirkung des Trägheitsgesetzes zu spüren, wenn er z.B. beim Anfahren im Bus noch nicht auf seinem Platz sitzt. Genau so wirkt jede Veränderung einer Bewegung auf die Ladung.


Das Material

Damit sich also nichts verschiebt, umkippt oder herunterfällt muss die Ladung gesichert werden d.h. mit Hilfe von Zurrmitteln müssen wirkende Kräfte kompensiert werden. Für die Ladungssicherung eignen sich Zurrgurte und Zurrkettensysteme verschiedener Stärken, Längen und Ausführungen sowie Antirutschmaterialien. Ergänzend werden auch Kantenschutz, Schutzschläuche und Abdecknetze verwendet.
Unter der Voraussetzung, dass ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung steht, richtet sich die Auswahl der Ladungssicherung nach der Masse der Ladung, deren Schwerpunkt und Form. Bekannt ist, dass folgende Kräfte beim Transport wirksam sind. Zum einen die Gewichtskraft (z.B. bei 10t Gewicht 10.000daN), die in Ruhe in Richtung Ladefläche senkrecht nach unten wirkt. Zum anderen wirken Fliehkräfte sobald sich ein Fahrzeug in Bewegung setzt. Und zwar in vier Richtungen: in Fahrtrichtung mit 80% der Gewichtskraft (im Beispiel 8.000daN), entgegen der Fahrtrichtung und nach links und rechts mit jeweils 50% (im Beispiel 5.000daN). Um eine Ladung richtig zu sichern gibt es grundsätzlich folgende Methoden: Formschluss und Kraftschluss.


Formschluss

Formschluss lässt der Ladung keinen Raum für Bewegung. Sie wird entweder durch die Begrenzungen der Ladefläche also die Bordwände, oder durch weitere Ladung am Verrutschen gehindert. Lücken auf der Ladefläche werden mit weiterer Ladung, Leerpaletten, Ladebalken usw. ausgefüllt. Die Angaben des Fahrzeugherstellers bezüglich der Belastbarkeit der Seitenwände und der Ladekapazität sind zu beachten. Um auch vertikale Bewegungen der Ladung zu verhindern, wird sie außerdem mit Zurrgurten gesichert. Eine gute Idee ist in jedem Fall, ausreichend Antirutschmaterialien unter das Ladegut auf die besenreine Ladefläche zu legen. Auch wenn Paletten gestapelt werden, gehört unter die aufgestapelte Palette ebenfalls Antirutschmaterial.

Ist die Laderaumbegrenzung nicht für die Aufnahme der Kräfte ausgelegt, können stattdessen Zurrmittel in Kombination mit Antirutschmaterialien verwendet werden. Je nach Ladesituation kann dann eine der drei Varianten des Direktzurrens: Schrägzurren, Kopflashing oder Buchtlashing eingesetzt werden. Wieviel Zurrgurte gebraucht werden richtet sich nach deren zulässiger Zurrkraft. Es sollten immer nur gleiche Zurrgurte eines Herstellers für einen Anwendungsfall verwendet werden. Hilfreich sind auch speziell angepasste und gefertigte Gurtbandnetze.


Kraftschluss

Kraftschluss basiert wesentlich darauf, dass die Ladung durch Niederzurren auf die Ladefläche gepresst wird. Dazu werden Zurrgurte paarweise über die Ladung geführt. Das erhöht die Reibung. Kantenschoner sorgen für die gleichmäßige Verteilung der Vorspannkraft und schützen gleichzeitig Gurt und Ladung. Die gleichzeitige Verwendung von Antirutsch-Matten oder -Pads erhöht den Reibbeiwert und verringert die Anzahl der nötigen Zurrgurte.
Anders als beim Formschluss richtet sich die Anzahl der Zurrgurte beim Niederzurren nach der Vorspannkraft der Zurrgurte. Ob Kraftschluss oder Formschluss, es ist die Anzahl der nötigen Zurrgurte zu ermitteln. Da die genaue Berechnung recht aufwendig ist, haben sich Zurrmittelrechner für den täglichen Gebrauch durchgesetzt. Sie berücksichtigen in jedem Fall den Gleitreibungsbeiwert µ, die Zurrwinkel und unterscheiden nach Form- oder Kraftschluss.

Ist die Ladung gut am Ziel angekommen, muss auch das Entladen gefahrlos ablaufen. Manche Ladung kann sich beim vollständigen Lösen der Zurrgurte unkontrolliert verselbständigen. Dafür gibt es Zurrgurte mit speziellen Ratschen, welche die Gurtspannung stufenweise freigeben. So hat der Entlader die Möglichkeit, mit geeigneten Maßnahmen einem ungewollten Entladen vorzubeugen.


Fazit

Gute Ladungssicherung beginnt praktischerweise bereits vor dem Kauf eines Transportfahrzeuges oder Anhängers. Genau wie Motorleistung und alle anderen technischen Parameter, ist es gut, im Vorfeld auch die Ausstattungen des Laderaumes mit Zurrpunkten zu planen oder die Belastbarkeit der Begrenzungsflächen des Laderaumes zu berücksichtigen. So lassen sich Zurrmittel fachgerecht und effektiv einsetzen. Noch besser plant man die nötigen Zurrmittel gleich mit und hat sie bei Bedarf zur Hand.
Ladungssicherung erfordert sowohl zeitlichen als auch materiellen Aufwand. In der Bilanz zahlt sich regelkonforme Ladungssicherung in jedem Fall aus. Transportunterbrechungen wegen verrutschter Ladung oder Stilllegung werden vermieden und Bußgelder entfallen. Nicht zu unterschätzen sind die Arbeitsausfälle an Personal und die Verantwortung, wenn im schlimmsten Fall unbeteiligte Personen betroffen wären.